Moderne Schutzräume
für die Zivilbevölkerung
Modulares Schutzraumsystem in Hybridtechnologie
für Unternehmen · Kommunen · Kritische Infrastruktur
Moderne Schutzbauwerke müssen heute höchsten Anforderungen gerecht werden: Neben einer zuverlässigen Widerstandsfähigkeit gegenüber CBRN-Gefährdungen sind eine schnelle und effiziente Montage, wirtschaftliche Umsetzbarkeit sowie ein langfristig wartungsarmer Betrieb unerlässlich.
Der innovative und gleichnamige Schutzraum „PELTER“ basiert auf Rohren des Typs Weholite, die aus HDPE (hochdichtem Polyethylen) hergestellt werden und modular konfigurierbar sind. Dies ermöglicht die Schaffung eines korrosionsbeständigen, modularen Schutzraums, der über Jahrzehnte hinweg bei minimalem Wartungsaufwand zuverlässigen Schutz bietet.
Darüber hinaus setzt der Hersteller in seinen Schutzräumen Panzertüren, Panzerdeckel und CBRN-Luftfilteranlagen der Schweizer Firma Lunor ein.
Wir freuen uns, Ihnen durch die Kooperation mit dem polnischen Schutzraumhersteller Pelter sp. z o.o. ein in Deutschland einzigartiges Schutzraumprodukt anbieten zu können.
Moderne Schutzräume Modular gedacht
Die konstruktive Basis des PELTER-Systems bilden zylindrische Module aus hochdichtem Polyethylen (HDPE) mit einem Innendurchmesser von 2.600 mm bis 3.000 mm.
Die zentrale Innovation des Systems liegt in der integrierten Honeycomb-Struktur (Wabenstruktur) innerhalb des tragenden Zylinders. Diese ermöglicht eine effektive Absorption und kontrollierte Dissipation der Stoßwellenenergie bei Explosionen.
Die PELTER-Objekte werden in hybrider Bauweise ausgeführt: Sie kombinieren geringe Eigenmasse und hohe Korrosionsbeständigkeit des HDPE mit hoher Druck- und Tragfähigkeit von vorgefertigtem Konstruktionsbeton der Festigkeitsklasse mindestens C45/55. Querschotte / Trennwände mit einer Dicke von 300 mm bilden eine hochbelastbare Schutzbarriere. Das Gesamtsystem weist eine geprüfte Ringsteifigkeit sowie eine statische Flächenlasttragfähigkeit von ≥ 10 kN/m² auf.



| PARAMETER | BESCHREIBUNG |
|---|---|
| Konstruktionsart | Modular, zylindrisch, leicht montierbar, hermetische tragende Struktur |
| Material | HDPE (UV-stabilisiert), Außenmantel mit Wabenstruktur |
| Innendurchmesser | 2,6m / 3,0m (je nach Ausführung) |
| Modullänge | 12m - 15m (je nach Ausführung) |
| Wandstärke | 250 mm (mehrschichtiger Strukturkorpus) |
| Gewicht | ca. 430 kg / lfm (ohne Ausstattung) |
| Kapazität | Modul 12 m: bis zu 20 Personen |
| Mindestfläche pro Person | 1m² bei mechanischer Belüftung (3m³/h/Person) |
| Einbautiefe | 2,5 – 6,0 m unter der Geländeoberfläche |
| Überdruckwiderstand | ≥ 0,6 MPa (600 kN/m2) |
Konfigurationen
Linearmodul (Basis)
Ein Rohr mit einer Länge, die auf die Kapazität abgestimmt ist (z.B. 12m für 20 Personen). Haupteingang + Fluchtausgang (Tunnel).
U" oder "H" System
Parallel angeordnete Module, verbunden über einen Verbindungskorridor. Ideal geeignet für größere Gruppen (50–150 Personen) sowie zur funktionalen Zonierung, z. B. in separate Sanitärbereiche, Lagerflächen und Ruhe- bzw. Aufenthaltszonen
Eigene konfiguration
Möglichkeit zur Installation dedizierter Module in einer eigenen Konffiguration, mit vorkonfektionierter Wasser- und Abwasserinstallation sowie Systemen zur Lebenserhaltung, einschließlich Energieversorgung und Luftfiltration.
Unabhängig von der gewählten Konfiguration verfügt jede Anlage über einen separaten Not- bzw. Fluchtausgang, welcher außerhalb potenzieller Verschüttungszonen angeordnet ist. Der Zugang zum Schutzraum kann wahlweise über eine freistehende Treppenanlage in V-förmiger Geometrie mit einem Doppelschleusensystem in 90-Grad-Anordnung oder über eine direkte Anbindung an das Untergeschoss eines bestehenden Gebäudes realisiert werden.
Ausstattung
01
Druckbeständige Schutzraumtüren
Schweizer Fabrikat der Fa. Lunor; massive Betonkonstruktion mit innenliegendem Verriegelungssystem; ausgelegt für den Widerstand gegen Überdruck, Splitterwirkung sowie CBRN Kontamination.
02
Notausgang
Schweizer Fabrikat der Fa. Lunor; vertikaler Evakuierungsschacht aus Stahlbeton mit integrierter Stahlleiter zur sicheren Notfall-Evakuierung.
03
Mechanisches Belüftungs- und Filtersystem mit CBRN-Schutz
Fabrikat der Fa. Lunor; ausgestattet mit CBRN-Filteranlagen; Betrieb wahlweise im elektrischen Modus oder über manuellen Handantrieb bei Stromausfall.
04
LED-Beleuchtungssystem (12 / 24 V)
Energieversorgung über Akkusysteme oder externe Generatoren; ausgelegt für den Dauer- und Notbetrieb.
05
Sanitärausstattung
Chemietoilette oder Trenntoilettensystem; optional konfigurierbar je nach Einsatzdauer und Belegungsdichte.
06
Regal- und Stauraumsysteme
Modulare Regalsysteme optimiert für die Lagerung von Verpflegung, Wasser, Medikamenten, PSA und technischen Geräten; hohe Tragfähigkeit pro Fachboden, flexible Höhenverstellung.
07
Optionale Sonderausstattung
Medizinische Ausstattung, Not- und Langzeitverpflegung, persönliche Schutzausrüstung (PSA), Atemschutzmasken / Gasmasken, sowie Drohnen- und Sensorsysteme zur Luftqualitäts- und Kontaminationsüberwachung.
Zertifizierte Widerstandsfähigkeit
Kinetische Widerstandsfähigkeit bei ballistischen Belastungen.
Um das höchste Maß an Sicherheit des Pelter-Schutzraumes zu gewährleisten, wurde ein voll funktionsfähiges technisches Versuchsmodell einer ballistischen Prüfung unterzogen.
Die Prüfungen wurden unter Realbedingungen auf einem speziell vorbereiteten Polygon- und Testgelände durch die Technische Universität Posen durchgeführt. Die Verifikation erfolgte durch Beaufschlagung der Bauwerkskonstruktion mit erdseitigem Druck infolge einer Explosion eines vorbereiteten Sprengsatzes mit einem TNT-Äquivalent von 10 kg.
Die Versuchsreihe umfasste drei Einzeltests mit identischer Explosionsleistung, entsprechend der Wirkung eines Artillerie-/Haubitzengeschosses Kaliber 155 mm. Die Detonationsabstände zum Prüfobjekt betrugen:
– Test 1: 9,0m Entfernung,
– Test 2: 6,0m Entfernung,
– Test 3: 3,5m Entfernung
- Keine plastischen Verformungen
Trotz extremer Belastung infolge einer Detonation in 3,5 m Abstand zeigten Nachuntersuchungen keine strukturellen Schäden, Rissbildungen oder bleibenden Deformationen des Bauwerkskörpers.
- Hohe geotechnische Stabilität
Die dynamischen Veränderungen der Bodenstruktur (Verdichtung und Auflockerung) hatten keinen negativen Einfluss auf Dichtheit, Geometrie oder Tragverhalten der Module. Dies bestätigt die sehr gute integration des Systems mit dem umgebenden Baugrund.
- Effiziente Energieabsorption
Es wurde bestätigt, dass die konstruktive Wandstruktur (zylindrischer Körper) mit Honeycomb-Geometrie die über den Boden eingeleitete kinetische Energie effektiv absorbiert und dissipiert, wodurch der Innenraum des Schutzraums wirksam geschützt wird.
Verwendungszweck
Schutzfunktion
- Sichere Unterbringung für Bewohner (z. B. 25–100+ Personen)
- Schutz vor CBRN-Gefahren
- Hermetische Abschottung
- Minimum an Kommunikation nach Außen
Alltagsfunktion
- Schulungs- und Seminarräume
- Lager- und Magazinräume
- Technik- und Serverräume
- Logistikstützpunkte oder Feldlager
PELTER ist nicht einfach eine „Krisenruine“, sondern eine durchdachte und wirtschaftliche Investition – im Alltag praktisch und rentabel, im Notfall sofort einsatzbereit und lebensrettend. Das System eignet sich besonders für verantwortungsbewusste Kommunen, Betreiber kritischer Infrastrukturen und Sicherheitsbehörden, die ihre Resilienz bereits heute stärken möchten, ohne auf langwierige Bauprojekte angewiesen zu sein.
Transport & Montage
Das PELTER-System ist für eine effiziente Logistik sowie eine schnelle und sichere Montage konzipiert. Durch den hohen Vorfertigungsgrad der Module lassen sich Transport, Baustellenorganisation und Installationszeiten auf ein Minimum reduzieren.
- Vorgefertigte Module
Anlieferung und Montage innerhalb von 4–6 Tagen möglich, abhängig von Objektgröße und Baustellenbedingungen.
- Transport
Der Transport von Modulen mit einem Durchmesser DN 3000 erfolgt als Schwer- bzw. Sondertransport unter Begleitung von Transportbegleitfahrzeugen .
- Montage
Die Montage erfolgt unter Verwendung von standardmäßiger Baumaschinen, insbesondere: Mobilkran mit einer Tragfähigkeit von ca. 50 t und einem Kettenbagger.
Fragen?
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